Samstag, 1. Dezember 2018

Muttermilch als Allzweckmittel {selfmade Muttermilchcreme}

Für mich ist es nur natürlich, unseren Sohn zu stillen.
So habe ich das "Essen und Trinken" für den Kleinen praktischer Weise 
immer dabei, es ist kostenlos und versorgt Ihn mit allem was er braucht.

  
Neben dem Stillen pumpe ich noch Muttermilch ab und friere diese 
Portionsweise ein. Es kann ja mal vorkommen, dass ich nicht da bin, 
krank werde oder ähnliches und so kann dann auch der Papa zum Stillen 
einspringen. Aber nicht nur dafür ist die Muttermilch super, denn Sie 
kann noch so viel mehr. Muttermilch hat neben der Verköstigung auch 
noch Superkräfte die heilen können. So helfen ein paar Tropfen 
Muttermilch bei entzündeten Brustwarzen, Sonnenbrand, Juckreiz, 
Insektenstichen, einem wunden Po und diversen Hautproblemen, 
da Sie eine aniinfektiöse und entzündungshemmende Wirkung hat. 
Durch die Antikörper in der Muttermilch, insbesondere dem 
Immunglobulin A, hilft Muttermilch sogar gegen  Augen- und 
Ohrentzündungen. Hier werden jeweils 2 – 3 Tropfen Muttermilch 
in das betroffene Auge / Ohr geträufelt. Auch beim Babybad kann
 die Muttermilch als Zusatz im Wasser Feuchtigkeitsspendend 
und rückfettend wirken. 

Wie Ihr seht, ist Muttermilch rund um eine echte Geheimwaffe.

Um den wunden Po beim Wickeln richtig zu behandeln, habe ich aus 
meiner Muttermilch eine Muttermilchcreme hergestellt. Diese lässt 
sich luftdicht verschlossen bis zu zwei Wochen im Kühlschrank aufbewahren.


Hierfür braucht Ihr:
 1 Teil Muttermilch und 
2 Teile hochwertiges, natives Öl (Olivenöl, Jojobaöl, Mandelöl ...)

Die Muttermilch mit einem Stabmixer 1-2 Minuten mixen.
Im Anschluss in einem ganz leichten Fluss bzw. Tröpfchenweise das Öl 
unterheben. Wichtig ist, dass das Öl gaaaaanz langsam und ganz wenig, 
im ständigen Fluss unter die Milch kommt. Nur dann entsteht eine 
Emulsion, ähnlich wie Mayonnaise. Die Mischung bis zur gewünschten
 Festigkeit weiter mixen. (Wird im Kühlschrank noch etwas fester).

Wer die Wirkung der Creme noch spezifizieren möchte, kann diese z.B. 
mit ätherischen Ölen, Honig kombinieren 

Honig - entzündungshemmend
Lavendel - beruhigend
Rosmarin - anregend
Kreuzkümmel - entkrampfend und verdauungsfördernd
Thymian - gegen Husten
Arnika - entzündungshemmend

Und wofür nutzt Ihr noch Muttermilch?

Mittwoch, 28. November 2018

#malehrlichmamachallange

Zurzeit läuft maloulou.ch organisiert die #malehrlichmamachallange da kommt man schon ins Grübeln und lässt so die letzten Monate Revue passieren. Wie ehrlich sind wir eigentlich? Gerade auf den social media Kanäalen sieht man viele Mütter die Fotos posten und alles scheint glücklich und so easy. Doch das ist es gar nicht! Es ist wirklich soooo schön, aber auch kräftezerrend zugleich, sodass das auch mal gesagt werden muss.  Keiner sagt einem, dass man so oft verzweifelt ist; dass man so oft an sich selbst, an seiner Mamaposition zweifelt; das man so oft heulend in der Ecke sitzt oder die Tür hinter sich zu knallt um mal kurz, tief Luft zu holen, das man eifersüchtig auf den eigenen Partner ist, weil der durchschlafen und vor allem ausschlafen kann und ich anfangs alle zwei Stunden aufstehen muss oder das man sein eigenes Leben KOMPLETT hinter sich lässt, weil man es allen anderen recht machen will. Man will weiterhin die perfekte Ehefrau sein und natürlich will man auch die perfekte Mama sein. Keiner soll zu kurz kommen, sodass man aber selbst zu kurz kommt!
Und dann diese tollen Ratschläge und Bücher, in denen steht „nehmen Sie sich auch mal Zeit für sich“ „Schlafen Sie wenn das Kind schläft“ … Das ist doch alles totaler Quatsch. Wenn das Kind schläft wartet auf mich der Haushalt, der muss schließlich auch gemacht werden. Wir wollen schließlich nicht in einem Saustall leben, dann wollen wir was Essen, dafür muss eingekauft und gekocht werden. Und wenn ich dann lese „Die Wäsche kann warten“ Dann denke ich nur, na klar und morgen habe ich dann das Doppelte zu tun. So ein kleiner Wurm verbraucht nun mal ein bisschen mehr Kleidung als gedacht. Und das Einkaufen ist auch jedes Mal aufs Neue eine Herausforderung. Die Chance liegt bei 50/50, entweder er schläft und ich kann schnell durch das Geschäft huschen und das nötigste mitnehmen oder er schreit den ganzen Laden zusammen. Und dann diese Blicke der Anderen, die mir sagen „Kriegst du dein Kind nicht beruhigt“ Nein! So sind Babys nun mal, Sie schreien ganz gerne, wenn Ihnen etwas nicht geheuer ist oder Sie Angst haben, weil Sie die Umgebung nicht kennen. Trotzdem setzt mich das unter Druck und ich komme immer richtig ins Schwitzen und will dann nur noch schnellstmöglich aus dem Laden raus. Gemütliches Bummeln ist bisher nicht mehr möglich gewesen, es sei denn Papa gönnt mir eine Pause. Wir Mütter wissen, dass Ihr Väter nicht die Brust geben könnt, aber Ihr unterstützt uns auch schon, wenn Ihr etwas Haushalt abnehmt, wenn Ihr uns einfach öfter mal umarmt und knuddelt, das gibt uns auch schon ganz viel Kraft und lässt die #batterieaufladen . 
 Aber auch ein einziges Lächeln des Würmchen lässt alles wieder vergessen machen. Ihr kennt es auch: Mutti/Papa/Oma/Opa alle sagen „Die Zeit vergeht so schnell, genießt es!“ Und es ist wirklich so. Die Zeit verfliegt nur so und alles wird von Mal zu Mal einfacher. Nun schläft er schon durch und die Zweistunden Rhythmus Nächte sind vergessen. Ein Leben ohne dieses kleine Wunder könnte ich mir jetzt nicht mehr vorstellen. Ein Kind ist wirklich die ganz große Liebe und vor allem eine Ehrliche Liebe. Jede Geste, jedes Lächeln und später jedes Wort kommt von Herzen und sind ehrlich gemeint.
Und noch etwas Ehrliches, Ihr werdet auf Fotos nie unseren Sohn von vorne sehen, ich möchte mit meinem Sohn kein Geld verdienen, ich möchte Ihn nicht im Internet verprellen oder über seinen Kopf hinweg Fotos verbreiten, die später peinlich sein Können. Hier nehme ich den Datenschutz sehr ernst und verstehe Mütter nicht, die einfach so ALLES Ihrer Babys offenlegen, nur um z.B. eine Wickelkommode oder Kinderwagen gratis zu bekommen. Klar sind wir stolz auf unsere Kinder und möchten am liebsten alles mit der Welt teilen, aber es gibt genug Menschen die diese Bilder für andere Zwecke nutzen. Bitte bedenkt dies und seid vorsichtiger.
So und wenn nun ein shitstorm kommt, dann bitte nur von denjenigen, die selbst Kinder haben und wissen wie es lang läuft ;-D

Samstag, 17. November 2018

Streuselschnecken mit Beeren {nachgebacken}

Sucht Ihr noch ein schönes Rezept für die Kaffeetafel am Wochenende?

Bei uns gibt es die super leckeren Streuselschnecken von Jeanny

 Sonst mag ich Streuselschnecken gar nicht so gerne, 
da sie meist ziemlich trocken sind. Da diese aber mit saftigen Beeren 
gefüllt werden, sind Sie weder staubig noch trocken.

Was Ihr für ca. 10-12 Schnecken braucht:

Für den Hefeteig:
475-525g Mehl
1 Pckg. Trockenhefe 
60g Zucker
275ml Milch 
75g weiche Butter 
1 Ei


Für die Beeren:
300g tiefgekühlte Beeren
50g Zucker
1 TL Stärke


Für die Streusel:
100g Mehl 
75g Zucker
75g geschmolzene Butter

Für den Gruss:
200g Puderzucker
2-3 EL Wasser

Die Milch mit der Butter in einem Topf erwärmen aber nicht kochen.
Die Trockenen Zutaten verrühren und im Anschluss das Milchgemisch
und das Ei untermixen. Den Teig zugedeckt mindestens 1,5 Stunden an einem
warmen Ort gehen lassen.

Währenddessen die Streusel zubereiten.
Hierfür einfach alle Zutaten miteinander verkneten und kühl stellen.

Nachdem der Hefeteig gegangen ist und mind. doppelt so groß geworden ist,
diesen zu einem Rechteck von ca. 30 x 40 cm ausrollen.

Die Beeren mit der Stärke und dem Zucker mischen und
auf dem Teig verteilen. Diesen nun von der kurzen Seite straff
aufrollen und mit einem scharfen Messer in Scheiben schneiden.

Die Scheiben auf zwei mit Backpapier belegte Backbleche legen (mit Abstand)
und nochmals mind. 30 Minuten gehen lassen.

In der Zwischenzeit den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen.

Zum Schluss noch die grob geformten Streusel auf die Schnecken geben und 20 Minuten
ausbacken. Je nach Bräunungsgrad einige Minuten ranhängen ;-D

Die fertigen Schnecken abkühlen lassen und zum
Schluss mit dem Zuckerguss verzieren.


Samstag, 27. Oktober 2018

Zitronen-Koriander-Hähnchen mit Reis

Ihr liebt asiatisch angehauchte Gerichte? 
Dann kommt jetzt genau das Richtige für euch.

Zitronen-Koriander-Hähnchen mit Reis


Zitrus-frische und Koriander gepaart mit Chilli ergibt ein leichtes und 
köstliches Gericht. Und der aromatische Reis ... einfach göttlich :-D

Was Ihr braucht:
1 Beutel mit Hähnchenschenkel (1000g)
4 Knoblauchzehen
1 Bund Koriander
3 Zitronen
1 Zwiebel
1,5 Tassen Reis (Basmati oder Jasmin)
3 Tassen Hühnerbrühe
1 Chillischote
1 TL Salz
etwas Öl

Den Knoblauch, Koriander und Chilli klein schneiden.
Die Schale einer Zitrone abreiben, diese dann mit einer zweiten auspressen.
Den Beutel der Hähnchenschenkel öffnen und das Salz, den Zitronenabrieb, 
den Zitronensaft, den Knoblauch, die Chilli und den Koriander dazugeben.

Alle Zutaten schön mit den Keulen verrühren/einmassieren 
und mindestens eine Stunde einziehen lassen.

Währenddessen die Zwiebel kleinschneiden.
Nachdem die Keulen durchgezogen sind, diese in einer Pfanne scharf anbraten 
und bei Seite legen. Die klein geschnittenen Zwiebeln in einer Pfanne mit etwas Öl anschwitzen, im Anschluss den Reis, die Brühe und die Marinade aus dem Beutel unterrühren. Alles kurz aufkochen lassen.

Nun die Hähnchenschenkel in der Pfanne verteilen, die letzte 
Zitrone in Scheiben schneiden und ebenfalls in der Pfanne verteilen.

Das Ganze bei 200°C (Umluft) für 30 Minuten in den Ofen geben.


Dieses köstliche Gericht ist mein Beitrag zu dem Blogevent "Reis - Reis - Baby"
zum Bloggeburtstag von Susan  (labsalliebe). Alles Gute :-D

REIS, REIS, BABY!

Samstag, 13. Oktober 2018

Apfel-Kürbis-Marmelade {ein Glas voll Herbst}

Herbstzeit ist Kürbiszeit
Und da ich in diesem Jahr einen ganzen Vorrat Hokkaidokürbisse im eigenen Garten ernten konnte, ließen sich viele verschiedene
Rezepte ausprobieren. Eins von den wirklich leckeren ist diese


Apfel-Kürbis-Marmelade

Für ca. 10-12 Einweckgläser braucht Ihr:
1 kg Kürbis
1 Kg Äpfel
250 ml Apfelsaft
1 Packung Gelfix super 3:1 á 2 Beutel
500 g Zucker
2 TL Zimt

oder statt Gelfix und Zucker nehmt ihr Gelierzucker


Den Kürbis gründlich waschen, entkernen und in kleine Stücke schneiden.
Im Anschluss zusammen mit dem Apfelsaft kochen. In der Zwischenzeit
die Äpfel schälen und in kleine Stücke schneiden oder grob raspeln.
Wenn der Kürbis gar gekocht wurde, diesen fein pürieren und
zusammen mit den Apfelstückchen, Zucker und dem Zimt weiterkochen
 lassen. Je nach Konsistenz Wasser/Apfelsaft hinzugeben.
Je nach Geschmack/Süße weiteren Zucker hinzugeben.


Die Einweckgläser zur Vorbereitung im Ofen bei 200°C erhitzen. Dies
sterilisiert die Gläser zum einen und zum anderen ist dann der Temperatur-
unterschied beim einfüllen der fertigen Marmelade nicht so hoch
und die Gläser springen nicht.


Wenn die Äpfel schön weich gekocht/zerkocht sind, ist die Marmelade
fertig. Zu guter Letzt noch das Gelfix unterrühren und die
Marmelade kurz erneut aufkochen. Im Anschluss kann die
Marmelade bereits abgefüllt werden. Die abgefüllten, heißen Gläser auf
den Kopf stellen und nach 10 Minuten wieder umdrehen.


Die Apfel-Kürbis-Marmelade ist nicht nur super lecker auf dem Frühstücks-
brötchen oder auf einer frischen Stulle, man kann Sie auch super
zum befüllen von Gebäck und Torten nutzen.

Dienstag, 18. September 2018

DIY - Babybrei ganz einfach selbstgemacht {Babybeikost}

Noch vor der Geburt unseres Sohnes, konnte ich in unserem heimischen Nutzgarten
 tolle Möhren und Hokkaidokürbisse ernten. Da es teilweise schon zu 
viel zum selber Essen und verschenken war, habe ich vorsorglich schon 
ein Paar Gläschen Babybrei eingekocht.


Als Starterbrei bzw. Babybeikost im 5. bis 6. Monat eignen sich 
Karotten und Kürbis besonders gut, da sie die leichte 
Süße der Muttermilch widerspiegeln und die Kids sich so schneller 
an den Geschmack gewöhnen sollen.

Weiterhin seid Ihr so auf der sicheren Seite und kennt alle Inhaltsstoffe 
eures Breis. Diese sind lediglich Gemüse und Wasser, mehr nicht.


Für den Brei habe ich Einweckgläschen vorbereitet und im Ofen 
bei 200°C erhitzt. Dies sterilisiert die Gläser zum einen und zum 
anderen ist dann der Temperaturunterschied beim einfüllen des Breis 
nicht so hoch und die Gläser springen nicht. Ihr könnt euren Brei statt
 ein zu wecken auch einfrieren, diese Variante ist genauso gut und 
haltbar. 

So gehts: Das Gemüse sorgfältig waschen. 
Tipp: Die Karotten und den 
Kürbis habe ich nicht geschält, sondern mit einer Bürste unter klarem
 Wasser sorgfältig gewaschen. In der Schale steckt schließlich 
das Wertvollste an Vitaminen.


Das gewaschene Gemüse klein schneiden und mit Wasser bedeckt 
zum kochen bringen. Sobald die Möhrchen fertig gekocht sind, mit 
einem Pürierstab oder in einer Küchenmaschine zusammen mit dem 
Wasser pürieren. Je nach Konsistenz mehr Wasser verwenden. 
Den heißen Brei in die vorbereiteten Gläser abfüllen, diese auf den Kopf
 stellen und nach 10 Minuten umdrehen und erkalten lassen.


Damit der Brei auch optisch etwas hermacht habe ich noch Etiketten 
gemalt und ausgedruckt. Hierfür habe ich einfach Möhrchen/Kürbis 
gezeichnet, eingescannt und mit Text auf Klebeetiketten ausgedruckt.


Welche Sorten habt Ihr schon selbst gekocht?
And now, #letscooktogether mit der lieben Ina

Dienstag, 4. September 2018

Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt

Hallo Ihr Lieben,

nun kann ich mich endlich wieder zu Wort melden. 
Am Sonntag, den 19.08.2018 kam unser Sohn Max zur Welt. 
Nach gut zwei Wochen Eingewöhnung und Wochenbett, 
kann ich nun eine aktuelle Verschnaufpause zum Schreiben nutzen.


Wie Ihr dem Titel entnehmen könnt, lief leider nichts so wie 
erwartet und erhofft, aber wo ist das heutzutage auch noch so…..

Im Letzten Schwangerschaftsdrittel bekam ich Probleme mit meinen 
Thrombozytenwerten, diese sind drastisch gefallen. Normalwerte 
liegen wohl bei 150-300, meine lagen stets knapp über 100. 
Die Schwestern meinten, dies sei aber kein Problem und haben 
diesen Wert zwei Mal in der Woche überprüft. Die Ärztin an sich, 
habe ich im 9. Und 10. Monat nie selbst gesehen oder gesprochen, 
da in den letzten beiden Monaten nur noch die Herzströme 
des Kindes und die Wehenaktivitäten durch die Schwestern gemessen 
wurden. Hierzu muss ich sagen, dass ich am Anfang meiner 
Schwangerschaft den Gynäkologen gewechselt hatte (hier der Post dazu), 
weil ich mit diesem unzufrieden war, dass ich nun vom Regen in die 
kam, konnte zu diesem Zeitpunkt niemand ahnen. 

Die Schwestern meinten, solange der Wert stets über 100 bleibt 
ist alles i.O., sollte er aber unter 100 fallen müsste ich wahrscheinlich
 in die Klinik. Naja, im 10. Monat fiel dann der Wert erst auf 93, 
dann auf 87 und niemand machte Anstalten mir davon zu berichten 
oder mich zur Klink zu schicken. Ich selbst habe es nur im Mutterpass
 gelesen. Nachdem ich immer fleißig im Garten umher gepuzzelt habe, 
Rad gefahren bin, Himbeerblättertee getrunken und heiß gebadet und 
alle anderen Mythen erfüllt habe, waren leider immer noch keine 
Wehen in Sicht. Der Kleine wollte also noch nicht zum errechneten 
Termin kommen und ließ sich noch Zeit.

Einen Tag nach dem errechneten Geburtstermin habe ich zu Hause
 nur ein starkes ziehen gemerkt, habe mir dabei aber nichts gedacht 
und erst ein Mal in Ruhe Abendbrot gezaubert. Wie sich später 
herausstellte, fingen durch das Ziehen leichte Blutungen an. 
Als ich dies bei einem Toilettengang sah, fuhren mein Mann und
 ich gleich ins Krankenhaus. Wehen an sich, hatte ich auch weiterhin
 nicht. Im Krankenhaus konnte sich jedoch niemand die Blutungen 
erklären bzw. erkennen wo diese herkamen, trotzdem musste ich 
über Nacht bleiben und Literweise Blut für Tests abgeben. Am 
Folgetag beschlossen die Ärzte dann mir Weheneinleitende Pillen 
zu geben, heisst eine Pille schlucken, 1,5 Stunden CTG und dann 1,5 Stunden
 bewegen bis die nächste Pille genommen wird. Also machten mein Mann 
und ich uns auf dem Weg zu einem gemütlichen Spaziergang zwischendurch.
 Da unsere Klinik direkt am Strealsund liegt, liegt nichts näher, 
als ein schöner Spaziergang an der Promenade. Als wir dann jedoch 
ins Krankenhaus zurück kehrten, wurden wir bereits von der 
Oberärztin verzweifelt gesucht. Wieder auf der Pritsche, mit der 
Zweiten Pille intus und dem CTG um den Bauch geschnallt, kam 
dann auch die Oberärztin zu uns ins Zimmer. Anscheinend waren 
die Blutwerte so schlecht geworden, dass sie uns nur noch mitteilen 
konnte, dass wir umgehend einen Kaiserschnitt machen müssten. 
Etwas verdutzt und auch ängstlich, meinte ich nur, wenn es für 
das Kind besser ist, dann müssten wir das so machen. Hierauf 
meinte die Oberärztin nur noch, dass es jetzt nicht mehr nur ums 
Kind geht, sondern auch um mich. 

Nun bekam ich richtig schiss, 
zum Glück war mein Mann immer an meiner Seite und versuchte
 mich zu beruhigen. Da stellt man sich durch diese Pillen die ganze Zeit 
kopfmäßig darauf ein, dass gleich die Wehen anfangen könnten und 
dann wird man von einer Minute in die andere in den OP geschoben, 
bekommt eine PDA, zack merkt man die Beine nicht mehr und
 spürt dafür, wie unten an einem herumgerackt und geruckelt wird. 
Total unangenehm und ekelhaft. Ich habe nur die ganze Zeit gedacht, 
wann sind die endlich fertig und dann kam der Schrei von Max, 
das war die Erlösung, zu einem wusste ich, es geht ihm gut und 
er ist endlich da, zum anderen wusste ich, die Ärzte müssen mich 
jetzt nur noch zumachen und dann habe ich es geschafft. 
Anders als erwartet, aber Hauptsache ist doch dass es dem Kleinen 
gut geht. Und was für ein Wunder wir dann in den Armen halten 
konnten, ein kleiner süßer Bub, der ein gelungener Mix von 
meinem Mann und mir geworden ist. So zart und zerbrechlich, 
so weich und unschuldig, unsere neue Kleine Welt.

Auch die 3 Tage danach in der Klinik wurden meine Blutwerte 
überprüft und täglich getestet, was die sich jetzt genau angeguckt 
haben, hat mir aber nie jemand erzählt. Dies habe ich erst in dem 
Schreiben der Klinik an meinen Hausarzt erfahren, den ich meiner 
Hebamme mal zur Übersetzung vorgelegt habe. Wie sich letztendlich 
herausgestellt hatte, litt ich an dem sogenannten HELLP-Syndrom. 
Heisst hier sind ebenso meine Leber-und Nierenwerte abgefallen/gestiegen. 
Und hätte ich nicht diese Blutungen bekommen, wo bis jetzt 
immer noch niemand weiß woher die kamen (Schicksal denke ich), 
wäre vielleicht ein bis zwei Tage später meine Leber geplatzt oder 
ähnliches und ich könnte hier jetzt nicht mit euch schreiben 
geschweige denn meinen Sohn aufwachsen sehen. Toll diese Ärzte, 
wie die einem aufklären. Es hieß immer nur die Werte sind schlecht, 
die Werte sind niedrig…bla..bla.. aber mal Tacheles reden, sodass man 
auch weiß was Sache ist. Das hätte ich auch von meiner neuen 
Gynäkologin erwartet. Sollte ich nochmals schwanger werden, steht hier auf jedem Fall wieder ein Wechsel der Ärztin an.

Zum Glück kann ich heute sagen "Ende gut alles gut"

Mittwoch, 8. August 2018

Vor der Geburt »{Sponsored Post/Produkttest}«

Guten morgen Ihr Lieben,

ich habe es mir gerade auf der Couch zum Bloggen mit meinem 
Porridge gemütlich gemacht und damit ich mir bei der Hitze und 
dem alten Laptop nicht die Beinchen verbrenne, habe ich mir 
ein praktisches Cloudyboard besorgt. Durch die Mikroperlenfüllung
 (Airpop (EPS) –Füllung) unter der Ablage wird die Hitze des 
Laptops vom Kissen nämlich isoliert und gibt dann nur noch
 eine natürliche und ungefährliche Wärme an die Beine ab. 
Praktisch und bequem, ob für Laptops oder zum Essen oder 
studieren auf der Couch, im Bett, im Park, im Zug oder unterwegs. 
Nutzt Ihr sowas auch?


Nun sitze ich hier und muss sagen, dass ich etwas nachdenklich  
und vielleicht auch wehmütig beim Schreiben bin. 
Wie Ihr bereits im Letzten Post gesehen habt, ist das Babyzimmer fertig.
 Nun Gucke ich auf den Kalender und frage mich, wo ist das Jahr 
geblieben? Heute ist schon wieder der 08.August und bereits 
nächsten Freitag steht der errechnete Entbindungstermin an. 
Irgendwie kann ich es auch noch nicht richtig glauben. Und 
irgendwie möchte ich auch endlich, dass „Klein Carlos“ kommt. 
Klar hatte ich bisher eigentlich eine sehr schöne Schwangerschaft, 
keine Hormonausbrüche, keine Fressattacken, keine Heulschübe, 
keine Risse, einen schönen Babybauch usw. Nur die Hitze setzt mir
 momentan ein bisschen zu und lässt ab und an wie Houdini meine
 Knöchel verschwinden. 


Aber das was einem keiner sagt, nämlich 
der negative und ekelige Part einer Schwangerschaft kommt ja 
erst noch nach der Geburt. Ich sag nur Wochenfluss, Nachgeburt, 
ggf. Inkontinenz, Milcheinschuss und habt Ihr euch mal überlegt 
was mit der Nabelschnur passiert? Ich meine den Teil der an 
der Mutter noch hängen bleibt….naja ich sag mal so viel, er bleibt 
da nicht hängen. Trotzdem hoffe ich, dass unser Sohn all dies 
überstrahlen wird. Wir sind schon so gespannt wie er aussehen 
wird, nach wen er kommen wird und überhaupt wie alles werden wird. 
Ich denke, dass dies mein vorerst Letzter Post vor der Geburt sein 
wird. Natürlich werde ich mich im Anschluss wieder bei euch melden, 
soweit unser Lütte mich lässt ;-D 

Liebe Grüße, eure Manja

Samstag, 21. Juli 2018

Endspurt - Kinderzimmer

In nicht ein mal mehr vier Wochen sind wir bereits zu dritt 
und unser Leben wird sich schlagartig ändern. 

Dazu muss ich sagen, dass ich die Schwangerschaft ca. bis zum 
8. Monat garnicht als störend oder unangenehm entfand, aber jetzt 
möchte man einfach nur noch das es vorbei ist. Meine "Murmel" 
wächst in der letzten kurzen Zeit auf Maße, die ich vorher nie erahnen
 konnte, besonders da man bis zum 5. Monat nichts gesehen hat. 
Man ist nur noch müde, schlapp und nach den Kleinsten 
Bewegungen K.O. Vorher konnte ich schön
 im Garten vor mich herwirbeln und alles schön herrichten, nun habe
 ich zu nichts mehr Elan und Kraft. Um so schöner und erleichternder 
ist es, dass das Kinderzimmer seit Anfang Juni endlich fertig für 
unseren Kleinen ist. In diesem Post hatte ich euch ja bereits die 
Rohbaubilder des Zimmers gezeigt. 

Das Endresultat sieht nun so aus, ein Wolkentraum in blau :-D

blauer Flauschteppich zum späteren krabbeln und spielen
  
Wolkenvorhänge & Eulengardine
 
 Wolkentapete, Eulenwickelauflage, Wolkenlampe

Noch ein bisschen leer, 
aber das Leben was hier einzieht, wird alles verändern.