Samstag, 20. August 2016

Matcha Eis 抹茶アイス {Green Tea Ice Cream}

Warum eigentlich immer nur Früchte, Nüsse oder Schoki? Die Eissorten in diesem Sommer werden immer verrückter und ausgefallener. Ob Salzkaramell, Basilikum oder Dönereis, jeder Gaumen bekommt das was ihm schmeckt und kitzelt. Bei mir gibt es heute meinen Lieblingstee als Eis.  Nichts wirklich ausgefallenes, aber definitiv leckeres mit einem Hauch Fitnessgefühl. Denn Matcha zählt zu den Superfoods, also gibt es heute Superice. Matchaeis ist sogar die beliebteste Eissorte in Japan und anderen Teilen Ostasiens. Also nichts wie ran an den Chasen und fleißig Eis anrühren.


Für das Eis braucht Ihr:
1 g Matcha
50 ml heißes Wasser
2 Eigelb
250 ml Schlagsahne
80g Zucker

Für die Shiratama Dango braucht Ihr:
50g Klebreismehl
1,5 Teelöffel Zucker
30-40 ml kaltes Wasser

Deko Beispiel:
japanische Matcha-Oreo
japanische milk Pocky
japanische Matcha-Koala
 
Den Matcha mit heißem Wasser aufgießen und mit dem Chasen schaumig schlagen (geht auch mit einem Milchaufschäumer). Die Schlagsahne steif schlagen (lieber nicht zu fest, da die Eismaschine auch noch rührt), das Eigelb zusammen mit dem Zucker schaumig schlagen. Im Anschluss die Sahne unterheben und den Matcha dazugeben. Die Masse für 40 Minuten in die Eismaschine geben.

Während die Eismaschine läuft das Klebreismehl zusammen mit dem Zucker in einer Schale verrühren. Nach und nach das kalte Wasser unterrühren und mit der Hand zu einem schönen Teigball kneten. Aus dem Teig ca. 1,5 cm große Kugeln formen. Bringt nun einen Topf mit Wasser zum kochen. Bevor Ihr die Dangos in den Topf gebt drückt die Kugeln mit dem Zeigefinger in der Mitte ein. Sie sollten nun flach mit einer Mulde in der Mitte sein. Kocht die Dangos nun so lange, bis sie von alleine an der Wasseroberfläche schwimmen. Im Anschluss die Shiratama Dangos in einer Schale mit kaltem Wasser + Eiswürfel abschrecken lassen.

 

Wenn das Eis fertig ist, müsst ihr euch entscheiden. Mögt Ihr euer Eis lieber soft, dann könnt Ihr es gleich weiterverarbeiten oder mögt Ihr es etwas fester, dann solltet Ihr es noch mind. eine Stunde tiefkühlen. 

Ich habe das Eis direkt aus der Eismaschine weiterverarbeitet. Dafür habe ich es in eine Spritztülle mit Großer Öffnung gegeben um einen Softeiseffekt zu erhalten. Nun könnt Ihr euer Eis dekorieren und garnieren. Ob mit verschiedenen Soßen, Azuki, Süßwaren und/oder euren Shiratama Dangos.


Tipp: wer einen intensiveren Matchageschmack möchte und es etwas herber und grüner mag, sollte etwas mehr Matcha verwenden.

Oft wird Matchaeis zu bzw. in sogenannten Monaka serviert. Monaka sind zwei knackige Waffeln gefüllt mit süßem Azuki-Bohnenmus. Es gibt aber auch andere Japanische Eisvarianten, wie Mochieis, wo die unterschiedlichsten Eissorten in einem Mantel aus Klebreismehlteig gehüllt wird. Welche schmeckt euch am besten?

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Samstag, 13. August 2016

selfmade easy peasy Frischkäse

Was passt besser zum grillen als frisches Brot mit Kräuterbutter oder Frischkäse?
Das reinste Fresspulver :-D Jetzt nur noch selbstgemacht.

selfmade easy peasy Frischkäse

Zutaten:
1 KG Joghurt (hoher Fettgehalt)
750ml Olivenöl
2-3 Äste Wasserpfeffer
Salz
Pfeffer

Zubehör:
Ein Sieb
Eine große Schale
Ein Küchenhandtuch/Mullbinde/Stoffwindel


Der Frischkäse ist eigentlich recht einfach gemacht, braucht aber dafür einen Tag oder Nacht im Kühlschrank. Einfach ein großes Sieb in eine noch größere Schale legen. Dieses Sieb mit einem sehr feinmaschigem Handtuch/Mulltuch auslegen. Den Joghurt je nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen, in das Tuch geben, das Tuch stramm wickeln und in den Kühlschrank stellen.

Nach und nach sieht man, dass der Joghurt immer mehr Wasser verliert, 
heißt das Tuch muss stets immer enger gewickelt werden. 
Zum Schluss bleibt nur noch der Frischkäse übrig.



Aus meinem Kilo Joghurt konnte ich zwei Einweckgläser mit Frischkäsebällchen füllen. Die vorbereiteten Gläser 3/4 voll mit Öl füllen, einige Wasserpfefferblätter hinzugeben und den Frischkäse in Form bringen. Zum Formen einfach stets die Hände anfeuchten.

Später kann man gerne noch etwas experimentieren und frische Kräuter oder Gewürze mit unter den Joghurt heben.

Samstag, 30. Juli 2016

Dinner in the dark

Zum Valentinstag hat mir mein Schatz einen Gutschein für ein „Dinner in the Dark“ geschenkt. Diesen konnten wir nun endlich einlösen.

Letztes Wochenende fuhren wir nach Rostock um im Plan-B zu dinieren, das Besondere sollte dabei die Art des speisens sein. Beim Dinner in the Dark findet das Essen komplett im Dunkeln statt, sodass man sich nur noch auf seine restlichen Sinne verlassen kann, denn der Sehsinn nützt einem hierbei rein garnichts. Schönes Anrichten und Deko zählt also nicht.

Zunächst wird man im hellen Teil des Restaurants begrüßt. Hier konnten wir unser Vier-Gänge-Menü und unsere Getränke auswählen (entweder mit Fleisch, Fisch oder vegetarisch).  Auch Allergien oder Abneigungen wurden hier entgegengenommen und berücksichtigt. Im Anschluss ging es dann auch schon los.

Man betritt durch einen Vorhang mit Hilfe der Kellner, die blind sind, den dunklen Raum und man sieht rein garnichts, nicht ein Mal die eigene Hand vor Augen, Umrisse etc., es ist stockdunkel. Zuerst ist es ein echt komisches Gefühl und man fühlt sich regelrecht hilflos. Doch dann ertastet man sich mit der Zeit alles, zuerst den Stuhl auf dem man sitzt, dann den Tisch an dem man sitzt, sodass man die Abstände, auch zum Gegenüber abschätzen kann. Ich muss zugeben, ich habe mich entweder immer an meinem Freund oder an meinem Trinkglas festgehalten, um immer einen Punkt der „Vertrautheit“ zu haben. Außerdem hatte ich Angst um das Glas, ich möchte nicht wissen wie viele hier schon runtergefallen oder schlicht umgefallen sind, weil man nichts sieht.

Auf dem Tisch stand neben unserer Getränke auch schon ein Brotkorb bereit. Unser Besteck haben wir am Eingang in die Hand bekommen. Nun hieß es bloß nichts fallen lassen, denn dann geht die Sucherei im Dunkeln los :-) 

Dann kam auch schon unser erster Gang. Hier ist echt der Geschmackssinn gefragt, wie fein ist meine Zunge? Klar schmeckte ich einen Salat, aber nun geht es um die Feinheiten. Da knusperte etwas, da war was weiches und welcher Salat war es genau? Man konzentriert sich viel mehr auf seine anderen Sinne. Hören, Fühlen, Riechen und Schmecken erreichen so eine ganz neue Dimension. 

Ein bisschen schwierig war es immer zu fühlen, wie viel ist noch in der Schale oder auf dem Teller, aber da halfen immer meine Finger ;-) 

Der Zwischengang ging da etwas leichter von der Hand, denn serviert wurde eine kleine Tasse mit einer Suppe, natürlich nicht heiß, denn sonst könnte man sich ja verbrennen. Also gab es eine Gazpacho, die ich dann letztendlich trank.

Auch beim Hauptgang hatte ich Schwierigkeiten das Gemüse oder die Kartoffeln zu erwischen, bzw. das Fleisch in richtige Häppchen zurecht zu schneiden. Also ass ich letztenlich den Hauptgang mit den Fingern. 

Der Nachtisch, etwas puddingartiges ging da viel leichter vom Löffel. Auch hier konnte ich alle Zutaten und Geschmacksrichtungen richtig zuordnen. 

Das Essen insgesamt war sehr lecker und brachte durch die verschiedenen Gewürze und Geschmacklichen Komponenten viel Zauber ins Dinner, doch leider war es teilweise überwürzt. Empfeheln kann ich es dennoch jedem, da es sehr viel Spaß machte im dunkeln zu munkeln und das Essen zu erraten. 

Hier nochmals unser Menü als Zusammenfassung
Wer selbst noch nach Rostock fahren möchte und das Dinner selbst erleben möchte liest jetzt am besten nicht weiter, denn sonst geht die Spannung verloren!
 
Da alle Gänge für uns gleich aussahen gibt es heute nur 1 Foto ;-)


Vorspeise
Sommersalat
Mit Schwarzbrot-Croutons und Rote Beete an einer Apfel-Senf-Vinigrette

Zwischengang
Gazpacho
(geschmeckt: Gurken Gazpacho mit Tomaten und viel Gewürze)

Hauptgang
Schweinemedallions
mit Röstgemüse an einer Erdbeer-Pfeffer-Soße, dazu Rosmarindrillinge

oder

Lachsfilet
an einer Lemongrass-Limetten-Soße dazu kleine Kartoffel-Lauch-Taler

oder

Gefüllte Paprikaschote
mit Cherrytomaten und Mozarella, dazu Kartoffel-Lauch-Taler

Nachspeise
Stracciatella Mousse 
mit Erdbeer-Minz-Ragout