Samstag, 1. Oktober 2016

Sanddorn


Vor kurzem sind mir auf dem Heimweg Sanddornbüsche aufgefallen. Anscheinend bin ich vorher mit Scheuklappen durch die Gegend gefahren, denn jetzt stechen Sie mir wirklich überall ins Auge, wahrscheinlich weil die Beeren jetzt gereift und bereit zur Ernte sind.


Als Kind hat mein Papa oft Sanddorn gepflückt und für uns Daheim Saft gemacht. Deswegen dachte ich, dass kann ich doch auch....aber das sich Sanddorn so vor "Angreifer" schützt *aua*


Die Früchte des Sanddorns sind für ihren hohen Vitamin-C-Gehalt (10 x mehr als Zitronen) bekannt und werden insbesondere in Nahrungsmitteln und Getränken sowie in Hautpflegeprodukten verarbeitet. Das Fruchtfleisch weist eine dünn-breiige Konsistenz auf und enthält reichlich ätherische Öle. Die Fruchthaut erscheint durch platte, schildförmige Schuppenhaare gepunktet.

  
Sanddorn wird heute in einer breiten Produktpalette (Liköre, Säfte, Cremes, Aufstriche …) angeboten. Aufgrund schwieriger Erntebedingungen ist Sanddorn ein relativ teurer Rohstoff. Aber wie kann man sich als Privatperson für den normalen Hausgebrauch die Ernte erleichtern?

  

Ich habe folgendes ausprobiert: Den Sanddorn einfach mit den Zweigen abschneiden und in einem Beutel nach Hause transportieren. Die Äste so wie sie sind einfrieren, dann lassen sich im Nachhinein die Beeren einfach von den Ästen puhlen. Alles andere wäre an Ort und Stelle nur eine Sauerei (da die Beeren beim Pflücken zerplatzen) die auch noch dank der Dornen höllisch weh tut. Trotzdem artet es ziemlich in Arbeits aus, wenn man diverse Sachen daraus zaubern möchte. Aus zwei großen Säcken voll mit kleinen Zweigen Sanddorn ist gerade mal ein Kleiner Eimer Beeren geworden, wenn man diesen wiederrum einkocht, bleibt dank den Kernen und Schalen noch weniger übrig. Aber da Sanddorn sehr konzentriet, sauer ist, kann man ihn gut strecken. So konnte ich die Menge in Sanddorngelee und Sanddornschorle umsetzen. Nächstes Jahr versuche ich mal die Beeren zu trocknen und mit Grünem Tee zu mixen.

Kommentare:

  1. Getrocknet und mit Grünen Tee kann ich mir die Beeren sehr gut vorstellen. Tolle Idee sie vor der Verarbeitung sie Einzufrieren. Das macht die Industrie auch so mit den Hagebutten um sie leichter von den Kernen zu trennen. Bei uns habe ich leider noch kein Sanddorn entdeckt. Der hohe Vitamin C gehalt rechtfertigt sicher den Arbeitsaufwand. LG Anna

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  2. Habe ich noch nie in der freien Natur gesehen. Aber das war wieder sehr interessant und informativ. :)

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